
Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?
Der Sanierungsfahrplan ist ein wichtiges Instrument des deutschen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) zur Planung energetischer Sanierungen von Bestandsgebäuden. Er bietet Eigentümern eine strukturierte Vorgehensweise mit zeitlichen Abläufen und konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Der Fahrplan umfasst eine Zustandsanalyse, definiert Sanierungsziele und erstellt einen Umsetzungszeitplan. Zudem wird ein Förderbonus gewährt, um die Umsetzung zu unterstützen.
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zentraler Bestandteil der Energieberatung. Er hilft dabei, die Ergebnisse der Beratung strukturiert darzustellen und zeigt klare Handlungsempfehlungen zur schrittweisen energetischen Verbesserung eines Gebäudes. Der iSFP erleichtert den Beratungsprozess und unterstützt Eigentümer dabei, sinnvolle Sanierungsmaßnahmen zu planen und von staatlichen Förderungen zu profitieren.
Welche Vorteile bietet ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über den energetischen Zustand Ihres Gebäudes und die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen. Zudem profitieren Sie von finanziellen Vorteilen, wie einem zusätzlichen Bonus von 5 % auf Renovierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und einer erhöhten maximalen Fördersumme pro Wohneinheit und Jahr von 30.000 EUR auf 60.000 EUR. Ohne iSFP würden Sie bei einer Investition von 60.000 EUR nur 4.500 EUR Förderung erhalten, während Sie mit einem iSFP eine Förderung von 12.000 EUR bekommen können.
Wie läuft die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans ab?
Der Prozess des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) bei Bauexperts verläuft in vier Schritten:
- Schritt 1: Nach Eingang Ihrer Anfrage erhalten Sie umgehend ein unverbindliches und detailliertes Angebot für die professionelle Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans.
- Schritt 2: Wir erfassen die relevanten Daten Ihrer Immobilie. Mithilfe von Bauplänen und einem Vor-Ort-Termin erstellen wir ein detailliertes 3D-Modell.
- Schritt 3: Basierend auf diesen Daten entwickeln wir Ihren staatlich geförderten Sanierungsfahrplan und zeigen Ihnen konkrete Maßnahmen zur Reduzierung Ihrer Energiekosten auf.
- Schritt 4: In einem abschließenden Gespräch mit unseren Energieeffizienz-Experten haben Sie die Möglichkeit, alle Fragen zu den vorgeschlagenen Maßnahmen, den Investitionskosten und den möglichen Förderungen zu klären.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es beim individuellen Sanierungsfahrplan?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Einzelmaßnahmen bietet umfassende Zuschüsse für energetische Sanierungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Energieeffizienz eines Gebäudes zu verbessern. Die wichtigsten Fakten zur Förderung sind:
- Zweck: Energetische Sanierung einer Bestandsimmobilie, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu steigern.
- Voraussetzungen: Der Förderantrag muss vor Bau- oder Sanierungsbeginn gestellt werden, und das Gebäude muss mindestens 5 Jahre alt sein.
- Höhe des Zuschusses: Bis zu 60.000 € pro Wohneinheit sowie bis zu 21.000 € zusätzlich für die Heizungsförderung.
- Ergänzungskredit: Zinsvergünstigte Kredite bis zu 120.000 € verfügbar.
- Zuschuss für Baubegleitung und Fachplanung: 50 % der förderfähigen Kosten.
Förderungen für spezifische Maßnahmen durch iSFP:
Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass Einzelmaßnahmen, die im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durchgeführt werden, einen zusätzlichen Förderbonus von 5 % erhalten können. Dies gilt für:
Gebäudehülle:
- Dämmung von Außenwänden, Dach, Geschossdecken und Bodenflächen: 20 % der förderfähigen Kosten.
- Austausch von Fenstern und Außentüren: 20 % der förderfähigen Kosten.
- Sommerlicher Wärmeschutz durch außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen: 20 % der förderfähigen Kosten.
Anlagentechnik:
- Einbau, Austausch oder Optimierung von Lüftungsanlagen: 20 % der förderfähigen Kosten.
- Installation von digitalen Systemen zur energetischen Verbrauchsoptimierung: 20 % der förderfähigen Kosten.
Heizungsoptimierung:
- Maßnahmen zur Verbesserung der Anlageneffizienz, wie der Austausch von Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen: 20 % der förderfähigen Kosten.
- Dämmung von Rohrleitungen und Mess-, Steuer- und Regelungstechniken: 20 % der förderfähigen Kosten.
Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik):
- Wärmepumpen, Solarthermische Anlagen, Biomasseheizungen: bis zu 70 % der förderfähigen Kosten.
Zusätzlich können im Rahmen dieser Maßnahmen auch Umfeldmaßnahmen gefördert werden, die für die Durchführung und Funktionstüchtigkeit der energetischen Maßnahmen notwendig sind. Beispiele für förderfähige Umfeldmaßnahmen sind:
- Dämmung von Außenwänden:
- Auf- und Abbau von Gerüsten
- Entfernen von alten Verputzen oder Fassadenmaterialien
- Außenputz- und Malerarbeiten
- Neuanbringung von Fassadenverkleidungen (z. B. Klinker, Stein)
- Erneuerung der Abdichtungen rund um Fenster
- Austausch von Fenstern und Außentüren:
- Ausbau und Entsorgung alter Fenster und Türen
- Abdichtung der Anschlussfugen
- Notwendige Elektroarbeiten für elektrisch betriebene Fenster oder Türen
- Putz- und Malerarbeiten im Bereich der Fenster oder Türen
- Erneuerung von Fensterbänken und Rollladenkästen
- Dämmung von Dach und Geschossdecken:
- Abbrucharbeiten (alte Dämmungen, Dacheindeckung)
- Einbau von Dampfsperren und luftdichten Schichten
- Neueindeckung des Daches (Dachziegel, Dachpappe)
- Verkleidung der gedämmten Dachflächen (z. B. Gipskartonplatten)
- Maßnahmen zur Schalldämmung und Wärmebrückenreduktion
- Heizungsoptimierung:
- Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
- Dämmung von Rohrleitungen
- Austausch von Umwälzpumpen
- Bauliche Maßnahmen an Heiz- und Technikräumen
- Erneuerung von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR)
- Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik):
- Abbau und Entsorgung alter Heizungsanlagen
- Installation und Anschluss von Wärmeerzeugern (z. B. Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasseheizungen)
- Bauliche Anpassungen an Heiz- und Technikräumen (z. B. Dämmung, Platz für neue Anlagen)
- Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
- Verlegung und Dämmung von Heizungsrohren
- Installation von Abgassystemen und Schornsteinen
- Einbau von Wärmespeichern
- Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung der Anlagenbetreiber
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Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
Brauche ich immer einen Energieberater für meine Sanierung?
Ein Energieberater ist nicht in allen Fällen zwingend erforderlich. Wenn Sie lediglich Sanierungsarbeiten ohne Fördermittel planen, können Sie theoretisch darauf verzichten. Allerdings hilft ein Energieberater auch hier, die Energieeffizienz zu steigern und langfristig Kosten zu senken. Möchten Sie jedoch staatliche Förderungen beantragen oder einen Energieausweis erstellen lassen, ist die Beratung durch einen qualifizierten Experten unverzichtbar.
Sollte ich einen Sanierungsfahrplan vor dem Austausch meiner Heizung erstellen lassen?
Es ist sehr empfehlenswert, vor der Erneuerung der Heizung einen Sanierungsfahrplan zu erstellen, da dieser eine umfassende Bewertung der energetischen Potenziale Ihres Gebäudes bietet. So können Sie sicherstellen, dass alle Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt sind und die größtmöglichen Energieeinsparungen erzielt werden.
Müssen die Maßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan umgesetzt werden, um Fördermittel zu erhalten?
Nein, es ist nicht notwendig, alle vorgeschlagenen Maßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan umzusetzen. Sie können auch einzelne Maßnahmen auswählen und diese fördern lassen, unabhängig von der Reihenfolge, in der sie umgesetzt werden.
Wann ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) sinnvoll?
Ein iSFP ist besonders sinnvoll, wenn Sie ein älteres Gebäude energetisch modernisieren möchten und eine fundierte Analyse der besten Maßnahmen benötigen. Der Plan zeigt Ihnen detailliert, welche Schritte langfristig die meisten Energieeinsparungen bringen und wie Sie die Sanierung in Etappen oder als Gesamtpaket angehen können.
Wer darf einen Sanierungsfahrplan erstellen?
Nur zertifizierte und zugelassene Energieberater sind berechtigt, einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Diese Fachleute verfügen über das notwendige Know-how, um fundierte Empfehlungen zu geben und Ihnen bei der Beantragung von Fördermitteln zu helfen.
Lohnt sich die Investition in einen Sanierungsfahrplan finanziell?
Die Kosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan sind durch die staatliche Förderung häufig gering und zahlen sich schnell aus. Die präzise Planung der Maßnahmen führt zu effizienteren Sanierungen und ermöglicht es, zusätzliche Fördermittel zu nutzen, wodurch sich die Investition rasch amortisiert.
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Örtliche Nähe
Sachverstand. Ganz nah!
Unsere Bausachverständigen haben ihr Büro immer in Ortsnähe und können Ihnen daher als Ortskundige behilflich sein (z.B. Entwicklung der Immobilienmarktpreise in Tuningen, behördliche Anlaufstellen etc.). Insbesondere wenn Sie nicht aus Tuningen kommen bzw. sich nicht in Tuningen auskennen, ist eine ortskundige Person ein großer Vorteil für Sie. Unser Motto „Sachverstand. Ganz nah“ können Sie also wörtlich nehmen!
Tuningen - Regionale Kurzinfo für Ortsfremde
Tuningen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen. Tuningen hat ca.
2939 Einwohner (stand 31.12.2017). Tuningen liegt auf der Baar, einem Gebiet zwischen dem Schwarzwald im Westen und der Schwäbischen Alb im Osten.Erstmals wurde Tuningen im Jahre 797 n. Chr. in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen namentlich erwähnt. Die Vergangenheit Tuningens können Sie auf einem geschichtlichen Wanderpfad kennenlernen. Schriftliche Nachweise, Funde und Denkmale beweisen, dass in Tuningen schon vor 190 Millionen Jahren eine Vielzahl von Wasserlebewesen und seit etwa 10 000 Jahren menschliche Wesen lebten. Die Fundstellen sind über die ganze Gemarkung verstreut und die Denkmale sind nur noch teilweise erkennbar. So war es schwer, sie in einem zusammenhängenden Wanderpfad einzubinden.
Die Tagelöhner Johannes Kohler und der Schneider Jakob Kaiser erhielten am 2. November 1882 die Genehmigung dieses Gebäude, das jetzige Heimatmuseum, zu erstellen. Das Gebäude ging zu einem nicht bekannten Zeitpunkt in das Eigentum des Johann Jakob Erchinger über. Er gehörte zu einer alteingesessenen Tuninger Familie, deren Vorfahren bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts zurückverfolgt werden konnte. Johann Jakob Erchinger war als Schreiner, Mesner und Briefträger in Tuningen tätig und ist bis heute noch vielen Tuningern persönlich bekannt. Der Zweitälteste Sohn Johannes (Hans) Erchinger wurde der spätere Besitzer des Hauses. Er ist im 2. Weltkrieg gefallen. Sein Bruder Alfred Erchinger bewohnte das Haus bis Herbst 1988.
Gemeinde Tuningen
Tel.: 07464 98610
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